Brasilien Part II

Rio de Janeiro – Zuckerhut – Christusstatue – Centro 



Nach einer kompletten Änderung des Reiseplans sind wir in Rio in der besten airbnb Unterkunft angekommen. Wir wohnen im Viertel Flamengo in einem Penthouseapartment mit Blick auf den Zuckerhut zusammen mit zwei Brasilianern, die uns unseren Aufenthalt perfekt machen wollen. 


Nur das Wetter spielt leider nicht ganz mit. Am ersten Tag wollen wir direkt auf den Zuckerhut fahren, um uns einen überblick über die riesige Stadt zu verschaffen. Kaum kommen wir oben an, ziehen Wolken auf und wir sehen …. Nichts. Alle paar Minuten reist die Wolkendecke für ein paar Sekunden auf und wir können ein Stück Strand in der Ferne erahnen. Irgendwann geben wir auf und fahren wieder runter. Bei Aussichtspunkten haben wir einfach kein Glück. Kaum sind wir unten verschwinden die Wolken, die Sonne kommt raus und wir schauen fassungslos nach oben. 


Am nächsten Tag zeigt uns Gastgeber Gustavo das Zentrum. Wir starten in seinem Büro in einem Co-Working-Space. Hier arbeiten fast 100 Leute in verschiedensten Berufen. Man kann sich seinen Arbeitsplatz mieten und dafür die Gemeinschaftsbereiche mit nutzen. Es gibt Architekten, Designer, Lehrer, Softwareentwickler, eine Kaffeemanufaktur… Ein ziemlich cooles Konzept. 


Weiter geht es zum Kunstmuseum von dem man einen tollen Blick hat. Die Olympiade wirft hier ihre Schatten voraus. Die ganze Stadt ist eine riesige Baustelle. Eine der kilometerlangen Hauptverkehrsstraßen wird unterirdisch verlegt um Platz für eine Straßenbahn, Fahrrad- und Gehwege zu schaffen. Leider hat man mit dem oberirdischen Bau begonnen bevor der neue Tunnel fertig war. Jetzt versinkt Rio noch mehr im Verkehrschaos als sonst. Die Cariocas (Bewohner Rios) stehen dem Großereignis sehr skeptisch gegenüber, da es nicht abzusehen ist, ob die unglaublich teuren Projekte überhaupt beendet werden. Von der Aussichtsplattform des Museums sehen wir eine der ersten Testfahrten der Straßenbahn. Bis zum Beginn der Olympiade sollten alle Linien und Haltestellen fertig sein, dies wurde jetzt schon korrigiert und man hofft bis dahin 10% fertig gestellt zu haben. Bei der neuen Metrolinie werden nur die beiden Endhaltestellen fertig sein und sie darf nur mit Eintrittsticket für die Spiele genutzt werden. 



Wir laufen weiter durch das Zentrum und essen in einem brasilianischen Restaurant zu Mittag. Die beiden Jungs bestellen ein typisches Essen aus einem üppigen Rumpsteak, Pommes, Reis, Bohnen und frittiertem Mehl. Die Brasilianer lieben ihr Fleisch und ihre Kohlenhydrate wirklich! 




Da sich jetzt die Sonne zeigt, nutzen wir die Chance zur Christusstatue zu fahren. Endlich haben wir einmal Glück mit dem Wetter. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf die vorgelagerten Inseln und endlosen Strände. Leider ist es so voll, dass man noch nicht mal ein typisches Touristenfoto machen kann. Und nein, wir möchten weder ein Foto von uns und der Statue auf einen Teller gedruckt haben, noch eine Christusstatue aus pinkem Samt kaufen. 



Abends kochen wir für unsere Gastgeber dafür dann man typisch deutsch. Schnitzel und Bratkartoffeln…sie sind begeistert.

Einen Tag später wollen wir die Stadtteile Leblon und Copacabana anschauen. Kaum kommen wir aus der Metro, fängt es an zu schütten. Uns bleibt nichts anderes übrig als von Shop zu Shop zu rennen. Unbeabsichtigt wird das ganze heute eher eine Shoppingtour. Am berühmten Strand von Ipanema ist es aber auch trostlos. Statt Liegestühle, Kokosnüsse und Caipirinas werden heute Regenponchos und Schirme verkauft. Von dieser Seite sieht man Rio nie auf Fotos! 

Trotz schlechtem Wetter werden wir unseren Aufenthalt hier vielleicht noch um ein paar Tage verlängern. Rio hat uns gefangen genommen und zum ersten Mal auf unserer Reise wollen wir eigentlich gar nicht weiter! 

Viele Grüße senden Maren und Fred 

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