Chile Part II

Valparaiso – Santiago de Chile 

Von dem immer noch sehr trockenen La Serena geht unsere Reise weiter nach Valparaiso.

Der chilenische Schriftsteller Pablo Neruda, der selbst hier gelebt hat, beschreibt die Stadt: ‘Valparaíso, wie töricht du bist … du kämmst nicht dein Haar, hattest nie Zeit dich anzukleiden, das Leben hat dich stets überrascht.’
Wie recht er hat…Man kann die Stadt eigentlich nicht schön nennen, dennoch hat sie uns innerhalb weniger Stunden in ihren Bann gezogen. Was ein Unterschied zu den aufgeräumten, geschrubbten chilenischen Städten, die wir bis jetzt gesehen haben. Valparaíso ist laut, verfallen, bunt, extravagant, chaotisch, lebhaft und unglaublich kreativ.
Die einst reiche Hafenstadt diente als Anlaufhafen während des kalifornischen Goldrausches, wurde nach dem Bau des Panamakanals aber obsolet. Neuen Aufschwung gab es jüngst durch Kreuzfahrtschiffe und den Obstexport in die USA. Seit 2003 ist sie Kulturhauptstadt Chiles und außerdem UNESCO Weltkulturerbe.
Mit ihren verfallenen Prachtbauten und den 46 Hügeln erinnert Valparaíso etwas an Lissabon, nur gibt es hier auch noch Straßenkunst wohin das Auge blickt. Hinter so mancher baufälliger Fassade kommen wahre Paläste zum Vorschein.

Ohne wirkliches Programm schlendern wir einige Tage durch die Gassen, über Schrägaufzüge hinauf auf die Hügel, über enge und steile Treppen wieder hinunter, dabei knallbunte Graffiti an jeder Ecke und Ausblicke auf den geschäftigen Containerhafen. Überall wird Handgemachtes verkauft und wir würden am liebsten in jeden Laden hineinschauen (also eher nur Isa und ich).

Hier gilt es auch noch ein paar Spezialitäten auszuprobieren: Chorrillana = ein riesiger Berg Pommes mit Zwiebeln, Würstchen, Fleisch, Käse und einem Salatblatt und Teremoto = (span. für Erdbeben) eine Karaffe mit Ananaseis, Grenadine und Weinbrand. Beides gleich grauenhaft….wie es so was zu Spezialität schafft, ist mir echt ein Rätsel.
Nachdem wir ein paar Tage in die Atmosphäre Valparaísos eingetaucht sind, wollen wir eigentlich gar nicht weg… 















 Leider müssen wir aber nach Santiago de Chile, um Isa ins Flugzeug nach Deutschland zu setzen.
Vorher erkunden wir aber natürlich noch die Hauptstadt Chiles. Die Metropole ist zwar bei weitem nicht so fotogen wie ihre Nachbarin, aber weitaus interessanter als in vielen Reiseführern behauptet. Historische Gebäude versuchen neben riesigen Wolkenkratzern ihren Platz zu behaupten und Grünzüge ziehen sich durch die ganze Stadt. An fast jeder Ecke gibt es Universitäten und es gibt eine interessante Restaurant- und Barszene.

Auf dem Fischmarkt wollen wir zu Mittag essen und wie empfohlen die Touristen Restaurants links liegen lassen. Dabei gehen wir in die Fänge eines chilenischen Rentners, der sich als deutscher Touristenfänger den Ruhestand vertreibt. Der ehemalige Germanistik Professor, der wahrscheinlich besser Deutsch spricht als wir, ist so charmant, dass wir nicht widerstehen können. Während wir auf Schwertfisch, Thunfisch und Ceviche warten, unterhält er uns mit Geschichten aus Deutschland und Chile!  

 Wir nutzen die nächste Zeit um am Hostelpool an unserer Sommerbräune zu arbeiten und dann wird es leider schon Zeit Isa zu verabschieden. Auch für uns geht es wieder weiter.
Viele Grüße aus Santiago senden Isa, Maren und Fred

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3 Comments

  • Reply
    Isa
    30. March 2016 at 20:41

    Hallo ihr zwei,
    auch auf diesem Weg möchte ich euch noch einmal für diese fantastische Zeit danken, die ich euch auf eurer Reise begleiten durfte. Wir haben so viele schöne Dinge erlebt die garantiert unvergessen bleiben. Und Fred hat bewiesen, dass er es locker mit zwei Frauen aushält – sogar wenn diese viel zu viel Pisco Sour getrunken haben oder in akuter Shopping-Laune sind. 🙂
    Habt weiterhin eine tolle Zeit.
    Liebe Grüße und bis bald
    Isa

    • Reply
      Maren
      1. April 2016 at 22:10

      Fred sagt nur “Lapislazuli” 😀
      Wir freuen uns auch dass wir immer wieder Reisepartner sein können und freuen uns schon auf das nächste Abenteuer (Istanbul steht schon auf der Liste!!)
      Bis bald (stelle schon mal unseren Lieblingswein kalt)!
      Viele Grüße aus dem kalten Chile!

      • Reply
        Isa
        5. April 2016 at 19:39

        Nicht nur unser Lieblingswein, sondern auch eine ganz besondere Flasche Havana Club stehen kalt 🙂
        Und Istanbul wird großartig!!!!!!!!
        Bis bald :-*

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