Chile Part V

Chiloé

 

Unsere Route führt uns immer weiter in den Süden, in dem Fall auf die Insel Chiloé.
Mit der Fähre setzen wir über und sind nach kürzester Zeit schon auf der Insel unterwegs. Da wir aber in den nächsten 11 Tagen noch ein paar tausend Kilometer hinter uns bringen müssen, um Lukas rechtzeitig in Ushuaia anzugeben, haben wir leider nur zwei Tage Zeit um die Gegend zu erkunden. Auch hier ist wieder auffällig, wie viele Kapazitäten es für Touristen gibt. Überall werden Campingplätze und Cabañas angeboten, die zur Zeit alle leer stehen. Zu Freds Freude haben die Kunsthandwerksmärkte aber scheinbar ganzjährig geöffnet. Das hier angebotene, kratzige Wollzeug ist aber sogar mir eine Nummer zu heftig. Neu sind eigentlich nur die Hexenfiguren und -geschichten. Hier ist der Aberglaube fest verwurzelt und hat sich mit dem Katholizismus zu einer interessanten Mischreligion entwickelt. Vor allem die zahlreichen Holzkirchen mit ihren bunten Schindeln sind aber definitiv einen Besuch wert. Auf der ganzen Insel verteilt stechen sie leuchtend aus der umliegenden, grünen Landschaft hervor. Sie sind sogar UNESCO Weltkulturerbe und sollen auch von innen wunderschön sein. Leider konnten wir keine der Kirchen besichtigen. Sogar die Kirche in der ‘Hauptstadt’ Castro hatte geschlossen als wir da waren. Scheinbar haben hier auch Kirchen mehrstündige Mittagspausen …

 Fast noch pittoresker sind aber die typischen ‘palafitos’, die Pfahlbauten. Von der Straße aus betrachtet sehen sie aus wie gewöhnliche Wohnhäuser. An der Rückseite jedoch ragen sie über das Wasser. Besonders bei Ebbe ist das ein ungewöhnlicher Anblick, da die angebundenen Boote auf dem Trockenen liegen und die hohen Häuser etwas deplatziert darüber schweben. So schlendern wir durch die kleinen Ortschaften und lassen uns treiben.





 Auf unserem einsamen Campingplatz sehen wir abends hunderte und aberhunderte Papageien über uns hinweg fliegen. Vielleicht wird es denen jetzt auch schon zu kalt hier und sie ziehen weiter. Wir sind auf jeden Fall froh um unser abendliches Feuer, das die UNO Partien erträglicher macht und uns gleichzeitig als Grill dient. Das lockt natürlich auch gleich einige ‘wilde’ Tiere an, gegen die wir unsere Vorräte verteidigen müssen…



Leider zögert das Feuer nur den Moment hinaus in dem wir in unsere klammen Schlafsäcke kriechen müssen. Viel kälter muss es wirklich nicht mehr werden.

Nach zwei Tagen geht es dann leider schon wieder zurück aufs Festland. Wer mit mehr Zeit unterwegs ist kann hier bestimmt eine Woche verbringen. Wir hätten gerne noch die Nationalparks im Süden der Insel besucht.

Viele Grüße senden Maren, Fred und Lukas

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