Brasilien Part V

Chapada dos Veadeiros – Recife – Olinda 



Nach einigen Tagen in Brasilia sind wir in den Norden in einen Nationalpark geflohen. Einen größeren Kontrast könnte es kaum geben. Wir landen in einem winzigen Hippieort ohne asphaltierte Straßen. Auf dem Dorfplatz wird getrommelt und an Ständen kann man Traumfänger in allen Ausführungen kaufen. Da leider hier auch Feiertag ist, teilen wir uns den Nationalpark mit Hunderten Brasilianern. Für die muss Natur scheinbar immer auch mit Bademöglichkeiten vereinbar sein. Also Stiefeln sie mit Wanderschuhen, Tennissocken und äußerst knapper Badekleidung durch den Park. Bei über 30 Grad und ohne Schatten sind das 12 anstrengende Kilometer.


Jetzt wird es Zeit den Nordosten Brasiliens zu erkunden. Wir fliegen wieder nach Recife. Unglaublich wie groß dieses Land ist…nach drei Flügen sind wir immer noch in Brasilien und weit davon entfernt alles zu sehen.

Wir verbringen zwei verregnete Tage in Recife. Obwohl hier Regenzeit ist, scheinen doch alle vom Wetter überrascht zu sein. Von der der Decke in unserem Apartment tropft Wasser, auf den Straßen steht 10 cm hoch Abwasser, Busse fahren nicht, Geschäfte bleiben geschlossen. Wir nutzen eine Regenpause um uns die Altstadt von Recife anzuschauen. Leider ist dies nicht sonderlich charmant und die Gegend wirkt auch alles andere als sicher.



Jetzt bekommen wir aber erst noch mal Besuch aus der Heimat, also holen wir Katha, Peer und unseren Mietwagen am Flughafen ab. Von dort fahren wir weiter nach Olinda, wo wir eine Unterkunft direkt am Strand gefunden haben. Die unglaublichen Mengen an Müll am Strand und im Meer fallen uns erst am nächsten Tag im Tageslicht auf. Obwohl Olinda nur 20 Minuten von Recife entfernt ist, könnten die Städte nicht unterschiedlicher sein. Hier erinnert uns vieles wieder an Cuba. Die Atmosphäre ist karibisch, die Häuser sind bunt und die Straßenhändler aufdringlich.





Abends gehen wir in ein typisch brasilianisches Restaurant essen. Fred redet seit Tagen von nichts anderem. Neben einem riesigen Salatbuffett, Sushi und Hummer, ist das eigentliche Highlight … Fleisch. Alle paar Minuten kommen Kellner mit riesigen Fleischspiessen vorbei und schneiden jedem etwas ab. Eigentlich darf man gar keine Beilagen essen, denn der Nachschub an Fleisch reißt nie ab. Absolut voll gefuttert verlassen wir das Restaurant. Das kann man auch nicht jede Woche essen.
Am nächsten Tag fahren wir ins Landesinnere um den größten Markt in der Region zu erkunden. Eigentlich wollten wir uns einmal durch das unglaubliche Angebot an Obst probieren. Leider stellt sich der Markt als anders heraus als erwartet. Ein Großteil wird von Touristenständen eingenommen und der Rest wirkt wie ein polnischer Krimskrams Markt.


Nach einem Regentag am Strand fahren wir jetzt weiter in den Süden und hoffentlich in Richtung gutem Wetter.

Durchnässte Grüße

Maren und Fred

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