Ecuador Part II

Otovalo
Jeden Samstag findet in Otovalo, 2 Stunden nördlich von Quito, der größte Markt Südamerikas statt. Den können wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Da die Währung Ecuadors der Dollar ist, ist das Land im Moment nicht wirklich günstig zu bereisen und eine Tour nach Otovalo hätte uns 90$ gekostet. Da ziehen wir lieber auf eigene Faust los! Nachdem wir das chaotische Bussystem gemeistert haben müssen wir am Busterminal feststellen, dass wir nicht die einzigen sind, die es zum Markt zieht.

Irgendwann sitzen wir dann aber doch im Bus und müssen nur noch zwei Stunden Kaffeefahrt über uns ergehen lassen. Die Busfahrer halten hier alle paar Kilometer an um Verkäufer einstigen zu lassen. Abgesehen von Eis, Säften, Getränke und Bananenchips werden auch Handtaschen, Gürtel, Geldbeutel und Arznei angeboten. Zwischendurch kommt auch immer mal jemand der einfach nur Geld will. Eigentlich ist das ja ganz amüsant, aber die Fahrtzeit verdoppelt sich so meist… Wenigstens verdient der Busfahrer ein bisschen was dazu.

In Otovalo angekommen sind wir leider schon zu spät für den Viehmarkt. Hier scheint das größte Spektakel schon vorbei zu sein. Das letzte Lama wird gerade hinten auf einem Pickup festgeschnallt und einige Männer führen ihre neu erworbenen Schweine an der Leine spazieren. Ansonsten gibt es nur noch dutzende Hühner und Meerschweinchen zu kaufen. Eine Verkäuferin sitzt neben ihrem Stand und isst genüsslich einen Hühnerschenkel. Da braucht sich ihre Ware auch keine Illusionen machen was mit ihnen passiert…

In der Innenstadt tauchen wir ins Marktgetümmel ein. Vom Hauptplatz aus breiten sich die Stände samstags in die umliegenden Straßen aus. Hier sind auch kaum Touristen zu sehen, die Bewohner kaufen hier alles, was man braucht (oder auch nicht). Im Zentrum des Marktes gibt es dann natürlich die unerlässlichen Alpakadecken, – schals, – ponchos, außerdem allerlei Gewebtes und Schrumpfköpfe…

Ich könnte stundenlang durch die Gassen schlendern, aber irgendwann ist auch Freds bemerkenswerte Geduld erschöpft. Dank seiner Intervention ist der Stauraum in meinem Rucksack noch nicht ganz gefüllt und ich kann mich schon auf Peru freuen.

Jetzt muss aber natürlich noch der foodmarket erkundet werden. Auch wenn der Reiseführer sagt ‘Street food ist absolut tabu’, ist das einfach zu spannend was hier angeboten wird. Am Ende sehen die ganzen Schweine aber doch etwas zu unglücklich aus und wir entscheiden uns für die ecuadorianische Version des Ceviche: weiße Bohnen, gerösteter Mais, Tomaten, Koriander und Bananenchips … Hört sich komisch an, schmeckt aber richtig lecker!

Kurz vor einem Sonnenstich und mit leichtem Sonnenbrand machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Quito.


                
Viele Grüßen aus den Anden senden Maren und Fred

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