Kolumbien Part V 

Medellín 

Leider sind wir nach nur zwei Tagen in Medellín jetzt schon auf dem Weg in den Süden. Nach der kurzen Zeit sind wir uns noch nicht so sicher, was wir von der Stadt halten sollen. An erster Stelle steht hier für uns die unglaubliche Freundlichkeit der Bewohner. Vom Taxifahrer bis zum Passanten, vom Supermarktbesucher bis zum Polizist wurde uns überall eine Hilfsbereitschaft entgegengebracht die man in Deutschland eher vergeblich suchen wird. Nachdem Medellín lange Zeit eine der gefährlichsten Städte der Welt war, freuen sich alle Bewohner, dass sich wieder Touristen hierher trauen. Im Supermarkt kamen zwei Frauen auf uns zu und erzählten uns, dass sie in Deutschland verheiratet sind und in München und Hamburg wohnen. Als erstes wollten sie wissen ob wir auch keine Probleme haben und ob alle nett zu uns sind. Der Taxifahrer lässt uns nicht aussteigen bevor er nicht selbst zur Seilbahnstation gegangen ist um sich nach den Öffnungszeiten zu erkundigen. Und der Mann in der Gondel gibt uns Tipps zu Sehenswürdigkeiten und schwärmt von ‘seiner’ Stadt ( ‘I love my Medellín!’ ). Erst ganz oben, in den ehemaligen Armenvierteln kann man die Dimension Medellíns erahnen.

Die Gegensätze Kolumbiens scheinen hier deutlicher zu sein als in anderen Städten. Die Innenstadt ist nicht für Touristen herausgeputzt, dafür herrscht hier das Alltagsleben der Kolumbianer. Der Plaza Botero mit den vielen Bronzestatuen des Künstlers ist voller Trubel: hier herrschen die Schuhputzer, Kaffeeverkäuferinnen und Bands. Nur ein paar Kilometer weiter, im Viertel El Poblado findet sich ein hippes Restaurant und Hotel neben dem anderen. Es ist die ganze Nacht sicher, da unzählige Polizisten unterwegs sind und fürs Essen bezahlt man so viel wie zu Hause. Wieder woanders, im botanischen Garten fühlt man sich nicht mehr wie in einer Millionenstadt. Leguane unterbrechen das Picknick und alles geht gemächlicher zu. Auch wenn wir nicht alle Facetten der Stadt entdecken könnten, ist es auf jeden Fall beeindruckend, was sich hier in den letzten Jahren geändert haben muss.

Wir schleichen jetzt also mit 30 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit weiter Richtung Süden und wollen in Buga Kolumbien abseits der üblichen Touristenpfade erkunden!


  
  

   

   
    

 
 Viele Grüße ins kalte Deutschland – Fred & Maren

 

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1 Comment

  • Reply
    Petra Höss
    16. January 2016 at 18:45

    Hallo Fred,
    wo ist deine Kampfausrüstung. Indina Jones hatte doch hier seinen Einsatz. Und wo ist Maren ?
    Viele Grüße Petra

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