Kolumbien Part VI 

Buga – San Augustín

So langsam aber sicher bewegen wir uns Richtung Süden. Wir haben die letzten Tage in Buga bei meinem Studienfreund Robert verbracht. Robert hat uns ‘seine Berge’ und die Bambuswälder gezeigt. Dort wird gerade getestet wie man Bambus am besten verarbeitet und wie man ihn formen kann. Wir haben im Wald die unterschiedlichen Wachstumsphasen und die unterschiedlichen Arten kennengelernt – unglaublich wie schnell das wächst. Vor allem aber haben wir uns gefreut mal in einen Ort zu kommen der im Lonely Planet noch gar nicht erwähnt wird. Vollkommen unvorbereitet würden wir vom Bus irgendwo an einer Kreuzung rausgeworfen. Wir waren vorher extra noch im Supermarkt in Medellín Shampoo kaufen, in dem kleinen Ort gibt es bestimmt keinen Supermarkt. Nun ja… Im Taxi auf dem Weg zu unserer Unterkunft merken wir schnell, dass wir uns ganz schön geirrt haben. Was die Kolumbianer hier ein ‘pueblo’, also ein Dorf, nennen, hat über 100.000 Einwohner und es ist ein bekannter Wallfahrtsort. Hier komme allerdings noch nicht mal ich in Shoppinglaune, da in den Läden ausnahmslos Kruzifixe, Flaschen in Form von Jesusfiguren und Weihrauch verkauft werden.

Robert hat für uns ein Zimmer im ‘Holy Water Ale’ reserviert. Der Besitzer Stefan kommt aus dem Saarland und braut Bier. Da müssen wir uns natürlich mal durch das Angebot probieren. Also eigentlich probiert sich eher Fred durch und ich bleibe gleich beim Mangobier hängen. Abends sammeln sich hier die in der Gegend wohnenden ‘Zugezogenen’. Hier gibt es nämlich wirklich einige Deutsche und als wir eine der Fincas in den Bergen besuchen verstehen wir auch wieso. Man kann hier relativ einfach auch als Ausländer Land kaufen und die Aussicht in die Berge ist einfach phänomenal!

Nach nur zwei Tagen fahren wir schon weiter nach San Augustín. So langsam scheint sich auch die Sicherheitslage zu ändern. Die Militärpräsenz wird immer auffälliger je weiter wir in den Süden kommen. An der Panamericana stehen alle paar Kilometer bewaffnete Soldaten, die Brücken oder Rastplätze bewachen. Immer wieder sehen wir Schützengräben mit Sandsäcken. Wir kommen aber nach 12 Stunden abenteuerlicher Fahrt über unbefestigte Straßen in San Augustín an. Zum Glück finden wir auch ohne Reservierung eine Unterkunft und fallen ins Bett. Erst am nächsten morgen im Hellen fällt uns auf, wie wunderschön unser Hotel ist. Neben einem beeindruckenden Garten gibt es frisch gerösteten Kaffee aus der Gegend und überall Hängematten. Schon ändern sich die Pläne und wir hängen einen Tag an.

Da San Augustín bekannt für seine großen Skulpturen aus Vulkangestein ist wollen wir hier natürlich die archäologischen Stätten erkunden. Wir stellen uns schon vor durch den Wald zu streifen und immer mal wieder auf eine Statue zu stoßen. Die Wirklichkeit sieht allerdings eher wie ein perfekt gepflegt Park aus, in dem auf einem Weg alle Fundstätten abklappern kann. Die Skulpturen stehen umzäunt und von Sonnendächern bedeckt unübersehbar auf den Lichtungen. So viel also zum Abenteuer …

Auch ohne Abenteuer genießen wir jetzt heute einen Hängemattentag und melden uns bald vielleicht schon aus Ecuador!

  
  
  
  

  
  
  

  

  Muchas Saludas ! Fred y Maren

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3 Comments

  • Reply
    Isa
    18. January 2016 at 9:20

    Hallo ihr zwei,
    Mangobier klingt wirklich verlockend 🙂
    Habt eine gute Weiterreise nach Ecuador!

    Viele Grüße
    Isa

  • Reply
    Pia Maute
    20. January 2016 at 16:51

    Hallo Ihr Beiden,
    Ihr habt mir heute einen total langweiligen Arbeitstag versüsst, meine Kollegen haben immer ganz verwundert geschaut, wenn ich lauthals loslachen musste über Marens amüsante Schreibweise. Die Geschichten und Bilder sind genial, mich würde noch interessieren, wie Ihr an die Quartiere kommt und toll wäre eine Übersicht über den Reiseverlauf auf einer Karte.
    Viele Grüße, weiterhin eine gute Zeit, nette Menschen und viel Glück auf Eurer Reise wünscht Euch
    Pia

    • Reply
      Maren
      20. January 2016 at 23:15

      Vielen Dank für deinen netten Kommentar :-)! Wir arbeiten schon an der Übersichtskarte…jetzt sind wir mal ein paar Tage an einem Ort, da haben wir ein bisschen mehr Zeit! Unsere Unterkünfte finden wir entweder über Empfehlungen in der vorigen Unterkunft, über den Lonelyplanet oder über Internetrecherche. Manchmal suchen wir auch erst vor Ort etwas, nur in Kolumbien war gerade Hauptsaison. Am Anfang sind wir ein paar mal in ‘Partyhostels’ gelandet, das ist aber nicht so unser Ding… Da muss man auch so auf seine Sachen aufpassen. Außerdem hatten wir schon ein paar mal airbnb Unterkünfte, die werden von privat vermietet.
      Also in ein paar Tagen gibt es hoffentlich ein Rückblick Kolumbien mit Karte :).
      Viele Grüße an die ADAC Kollegen!!

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