Kolumbien Part VII

Popayán – Ipiales 

Unser Abstecher nach San Augustin führt uns wieder zurück nach Popayán. Die 5 Stunden Schotterpiste werden wir bestimmt nicht vermissen und auch die Militärkontrolle muss sich nicht wiederholen. Zum Glück konnten wir die Jungs schnell davon überzeugen, dass wir keine Waffen oder Drogen dabei haben … etliche Packungen Kaffee zählen schließlich nicht!

Popayán, die weiße Stadt, ist in jedem Reiseführer als Highlight angeführt. Wir haben leider nicht so viel Zeit, aber Popayán könnte uns bestimmt noch 1-2 weitere Tage beschäftigen. Die Häuser der Altstadt sind wirklich alle weiß gestrichen und glänzen besonders fotogen nach einem kurzen, tropischen Regenschauer. An jeder Ecke verkaufen Straßenhändler ihre teils seltsamen Waren und wir schlendern durch die überfüllten Straßen. Schon am nächsten Tag soll es weiter nach Ipiales, an die Grenze zu Ecuador gehen. Da die Panamericana dort nachts nicht sicher ist und wir noch eine Kathedrale besuchen wollen, planen wir um 6 Uhr morgens den Bus zu nehmen. So weit der Plan … Um halb 6 wacht Fred auf, den Bus haben wir wohl verpasst. Ich habe den Wecker falsch gestellt, so frühe Uhrzeiten kennt der gar nicht. Mit einer weiteren Stunde Verspätung verlassen wir dann um 10 Uhr tatsächlich den Busbahnhof. Bald werden wir uns auf die Schotterpisten San Augustins zurückwünschen. Ich sitze in dem Minibus hinten in der Mitte. Unser daher will die verlorene Zeit wieder reinholen und rast die Serpentinen hinauf und hinunter. Während ich bei jeder Kurve versuche nicht in den Gang zu rutschen, schläft Fred dank kolumbianischer Reisetabletten seelenruhig neben mir. Nach nur 9 Stunden ist die Höllenfahrt vorbei und wir kommen durchgeschüttelt in Ipiales an. (Im Fitnessstudio muss man für das Gerüttele Geld bezahlen!)

Ipiales ist leider eine alles andere als charmante Grenzstadt und nach nur einigen Straßenblocks im dunklen kapitulieren wir und nehmen ein Taxi. Selbst das italienische Restaurant mit Holzofen kann uns nicht versöhnen…Der Koch hat leider die Tomatensoße bei der Pizza vergessen.

Am nächsten Tag machen wir uns früh auf in Richtung Las Lajas Sanctuario. Die Kirche wurde gebaut, nachdem jemand ein Abbild Marias an einer Felswand gesehen hat. Freds Kommentar dazu, als wir den ersten Blick auf das Bauwerk werfen:’Die Reaktion war vielleicht ein bisschen übertrieben.’

Auf 3000 m üNN ist die Kirche in eine beeindruckende Schlucht gebaut. Wir sind quasi über den Wolken und die Landschaft ist atemberaubend. Zum Glück ist unter der Woche und zu der Zeit nichts los und nur ein Bruchteil der religiösen Souvenirshops sind geöffnet. Wir sind froh keine Tour gebucht zu haben, dann hätten wir nämlich einen weißen Poncho mit einem Bild der Kirche als Erkennungsmerkmal bekommen. Dazu ein weiterer Kommentar: ‘Das ist doch nur eine weiße Tischdecke mit einem Loch!’ Auf dem Rückweg wünschen wir uns fast, dass uns weitere Läden ablenken würden. Der Aufstieg ist in dieser Höhe um einiges anstrengender als gedacht.


  
  
  
  
  



Jetzt sind wir bereit für eine weitere Busfahrt, denn es geht nach Ecuador!

Muchas saludas, Fred y Maren

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3 Comments

  • Reply
    anjavolk
    21. January 2016 at 11:04

    Hola Maren y Fred, gracias por las buenas fotos und dass ihr euch die Mühe macht uns auf dem laufenden zu halten. Die Bilder sind super. Schickt bald wieder Neue. Que sigue siendo un buen viaje! Muchos saludos desde los Volkis

  • Reply
    Petra Höss
    22. January 2016 at 15:45

    Hallo Maren, hallo Fred,
    meine Grüße auf deutsch. Wir freuen uns alle an Euren schönen Bilder und nehmen so doch ein wenig an Eurer Reise Teil. Auch lesen wir gerne was Ihr immer so alles erlebt. Gespannt warte ich immer auf einen neuen Beitrag und bin froh das es Euch gut geht und alles klappt. Viele Grüße aus dem verschneiten Odenwald.

  • Reply
    Dennis
    24. January 2016 at 9:45

    Typische Kommentare vom Fred 🙂

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