Südamerika, ein paar Zeilen

Die folgenden Zeilen haben wir als Abschiedsbrief bekommen.  Hoffentlich können wir danach von genauso tollen Erfahrungen berichten (wenn auch wahrscheinlich leider nicht in Gedichtform)

Sehnsucht, Neues zu erleben,
ließ mich über Wolken schweben,
bei dem Flug in Richtung Chile,
denn ich suchte große Ziele.
In Gedanken, Stück für Stück,
reiste ich noch mal zurück,
zu Brasiliens schönsten Stätten
mit den herrlichsten Facetten:

Auf den Straßen und in Gassen
sah ich schöne Menschenmassen,
hell und dunkel, bunt gemischt,
von Brasilien aufgetischt.
Manche Kirchen und Fassaden waren Kolonial beladen
aus der Zeit der Portugiesen,
die dort Spuren hinterließen.

Durch das grüne Dschungelland
wälzte sich ein braunes Band,
wo der Amazonas floss
und es aus den Wolken goss.
Dann erklang aus Vogelkehlen
der Gesang von Urwaldseelen,
wo der Jaguar mit List
Jäger tief im Dschungel ist.

Und dann dachte ich an Chile,
sah durchs Fenster Wolkenspiele,
unter mir waren die Anden,
bald schon würden ich dort landen.
Schloss die Augen müde zu,
mit Gedanken an Peru,
wo der große Kondor flog
und durch Andentäler zog.

Vor mir lag ein neuer Tag,
wusste nicht, was kommen mag,
doch das Dröhnen der Motoren
drang ganz tief in meine Ohren;
und ich hörte, schön wie nie,
meine Sehnsuchtsmelodie.

A.Pillack

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