Uruguay Part I

Colonial de Sacramento – Montevideo 

Anfang der Woche war es leider schon Zeit ‘adios Argentina’ zu sagen. Wir haben beschlossen, dass wir die zwei kleinen, eingeklemmten Länder zwischen Brasilien und Argentinien nicht einfach auslassen können. Also üben wir uns noch ein bisschen im Sonnenverzicht und machen einen Abstecher nach Uruguay. Dafür steigt man einfach in Buenos Aires in die Fähre und ist 1,5 Stunden später in Colonia de Sacramento.

Auf dem Weg zur Fähre überlegt Fred noch, ob er eine Tablette gegen Seekrankheit nehmen soll. Ich rate ihm davon ab, da wir ja eigentlich nur einen Fluss überqueren … da wird es schon keine Wellen geben. Nunja. Eine halbe Stunde später können wir uns davon überzeugend, wie sich der Horizont innerhalb von Sekunden um 45 Grad in jede Richtung verschieben kann. Die Stewardess verteilt schon mal die Tütchen und im Duty Free Shop fliegt der Fernet Branca umher (das wiederum ist nicht so schlimm!). Noch etwas wankend verlassen wir 90 Minuten später das Schiff und Fred bekommt langsam wieder Farbe ins Gesicht.

Da Colonia ein beliebter Ausflugsort der Argentinier ist, sind die Preise hier ganz schön hoch. Wir haben auf unser Reise schon so einige UNESCO Weltkulturstädte gesehen und haben uns gar nicht so viel erwartet. Gerade nach dem hektischen und riesigen Buenos Aires ist die Stadt aber eine wunderbare Überraschung. Im historischen Kern schlendern wir durch alte Kopfsteinpflasterstraßen, die kein Auto befahren kann. Die kleinen Kolonialhäuser geben ein schönes Bild vor dem alten Leuchtturm und dem sturmgepeitschten Meer ab. Bei so vielen schönen Cafés und Restaurants kann man sich kaum entscheiden wo man seinen Dulce de Leche Kuchen isst und dem grauenhaften Wetter entkommt.







Leider ist das Städtchen nicht groß und nach einem halben Tag hat man wirklich alles gesehen. Deshalb geht es auch schon weiter nach Montevideo. Hier beziehen wir unsere airbnb Unterkunft etwas außerhalb der Altstadt in einem typischen Viertel mit alten Häusern. Unsere Wohnung hat sogar einen überdachten Innenhof als Wohnzimmer. Bald wird uns klar, wieso unser Gastgeber zur Zeit gar nicht hier ist. Draußen hat es ungefähr 10 Grad und drinnen dank fehlender Heizung auch. Zum Glück findet Fred auf einer Erkundungstour wenigstens einen einsamen Heizstrahler, der uns die kommenden Tage von Raum zu Raum bekleideten wird.

Montevideo selbst hat zwar auch eine ganz schöne Altstadt mit Hafen, es gibt aber eigentlich kaum echte ‘Highlights’ zu entdecken. Heute am landesweiten Gnocchi-Tag fahren wir in den Norden Uruguays. Wir sind schon gespannt ob heute wirklich alle Gnocchi essen. Man konnte schon die ganze Woche in verschiedenen Geschäften Test-Essen und für heute vorbestellen. Das italienische Erbe lässt sich definitiv nicht abstreiten.



Viele Grüße aus einem Pasta-verrückten Land senden Maren und Fred

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4 Comments

  • Reply
    Ingrid Schmidt
    29. April 2016 at 17:04

    Das dicke Waffeleis scheint die Seekrankheit wettgemacht zu haben. Die Pasta am nächsten Tag wohl auch. Bin gespannt, ob sich Erich zu so einem Ausflug überreden lässt. Macht’s gut ihr beiden in euren letzten Wochen auf dem südlichen Kontinent Amerikas.
    Bis ihr kommt wird der Flur vor unserem Bad renoviert. Die letzte Holzdecke wird fallen. Hurra ! LG Ingrid

    • Reply
      Maren
      1. May 2016 at 18:39

      Den Gnocchi Tag haben wir leider verpasst, aber Eis können sie hier wirklich gut :). Du musst Erich ja nichts vom Wellengang erzählen!
      Wir sind schon gespannt auf neue Renovierungsfortschritte und hoffen dass unser Zimmer verschont wird ;)!
      Viele Grüße aus Paraguay senden Fred und Maren

  • Reply
    Hans Höss
    1. May 2016 at 11:44

    Hallo Maren, Fred,
    Da ich drei Jahre im Turnus von drei vier Wochen in der Nähe von Buenos Airos zugebracht habe lese ich gern eure Berichte über Süd Amerika. Wenn ihr Abends oder Nachts von Montevideo mit der Fähre zurück nach Argentinien fahrt wird die Ankuft wahrscheinlich in Tigre sein. Wenn es Sternenklar ist könnt ihe da auch die Sternenfomation sehen den “Stern des Südens”
    Ich wünsche euch alles Gute.
    Maren dein Onkel Hans

    • Reply
      Maren
      1. May 2016 at 18:42

      Hallo Onkel Hans!
      Vielen Dank für deinen Kommentar, wir haben schon gehört, dass du ein begeisterter Blog Leser bist! Wenn wir wieder zu Hause sind musst du mal erzählen wie es noch vor einigen Jahren in Argentinien war. Und kommt es sehr modern vor. Wir sind jetzt schon weiter nach Paraguay gefahren, den Stern des Südens könnte man aber zum Glück auch in der Atacama Wüste bewundern!
      Viele Grüße in die Heimat sendet Maren

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